Anforderungen an Mentaltrainer

Qualifikation von Mentaltrainern

Je komplexer und vielschichtiger der Markt Mentaltraining wird, umso höher sind die Anforderungen an eine qualifizierte Ausbildung. Da es in dieser Hinsicht keine rechtlichen Normen und Rahmenbedingungen gibt, liegt es in der Verantwortung der Ausbildungsinstitute die nötige Qualität abzuliefern sowie in der Eigenverantwortung der angehenden Mentaltrainer, sich Institute auszusuchen, die Qualität und Seriösität sicherstellen. Kriterien dafür können Verbandszugehörigkeit oder Zertifizierung des Institutes durch einen Verband. So hat die DGMT (Deutsche Gesellschaft für Mentales Training) e.V. klare Anforderungen an eine Ausbildungszertifizierung (www.dgmt.de). Hier handelt es ich um einen Mentaltrainerverband, der seit nahezu 30 Jahren auf dem deutschsprachigen Sektor etabliert ist. Augenmerk sollte auch darauf gelegt werden, welche Titel Ausbildungsinstitute verleihen. Titel wie Dipl. Mentaltrainer oder diplomierter Mentalcoach suggerieren einen Universitätsabschluss. Das mag interessant klingen, um sich auf dem Markt zu etablieren, doch bewegt sich der Mentaltrainer in der rechtlichen Grauzone mit (unter Umständen) strafrechtlicher Konsequenz. Selbst Ausbildungsinstitute, die solche Titel vergeben, können im Einzelfall zivilrechtlich in Regress genommen werden. Ein seriöses Institut wird sich darauf nicht einlassen. Die elementaren Fragen, die eine Person dem Ausbilder stellen sollte lauten: „Wann und wo hat er seine Ausbildung in Mentaltraining absolviert? Seit wann bildet er aus? Wieviel Zeit lag zwischen eigener Ausbildung und Dozententätigkeit?“ Um genügend Erfahrungen sammeln zu können, sollten einige Jahre dazwischen liegen. „Ist das Ausbildungsangebot von einem seriösen Dachverband (z.B. DGMT e.V.) zertifiziert? Ist die Ausbildung selbsterfahrungsorientiert aufgebaut? Verfügt er selbst über Praxiskompetenz mit entsprechendem Kundenklientel?“ Hier kann es interessant sein, eine Referenzliste zu erfragen. „War der/diejenige selbst in einer adäquaten Position tätig, um auf eigene Erfahrungen zurückgreifen zu können? Wie umfangreich (inhaltlich und zeitlich) ist die Ausbildung? Wird sie von Supervision begleitet?“ Ein Wochenendkurs in Mentalem Training macht noch keinen Mentaltrainer. Eine Ausbildung sollte sich über mehrere Blöcke erstrecken mit der Möglichkeit des begleiteten Praxistransfers.
„Welche Methoden werden vermittelt – klassische, moderne oder vielleicht sogar obskure?“ Ein anerkanntes Institut wird immer klassische Methoden mit innovativen verbinden, und es wird ideologisch frei sein.